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Mittwoch, 29. Januar 2014

FAQ : Voluntarismus / Anarchokapitalismus

Im Gegensatz zu anderen Ideologien möchten Vertreter des Voluntarismus und Anarchokapitalismus nicht die Gesellschaft gestalten und Individuen vorschreiben, wie sie zu leben haben.

Wir wissen, dass die Gesellschaft komplex ist, so komplex, dass keine zentrale Gewalt jemals in der Lage sein wird, jene zu organisieren - mal ganz abgesehen von dem moralischen Desaster der Herrschaft von Menschen über Menschen.
Stattdessen sagen Voluntaristen und AnCaps: "Wenn sämtliche Handlungen in einer Gesellschaft auf Freiwilligkeit basieren würden, dann denken wir, könnte die Gesellschaft folgendermaßen aussehen".

Diese Zusammenstellung von Antworten auf häufig gestellte Fragen wird dich nicht zum Experten der voluntaristischen respektive anarchokapitalistischen Philosophie machen. Sie ist jedoch eine gute Einführung in die grundlegenden Konzepte und kann dich hoffentlich zur weiteren Auseinandersetzung mit der "Philosophie der Freiheit" inspirieren.

Mittwoch, 26. Juni 2013

Der Standpunkt der Freiheitsfreunde

Libertarians, AnCaps, Voluntaristen, Agoristen, Individualanarchisten, Marktanarchisten, uvw...

In der Epoche der Aufklärung im 18. Jahrhundert entstanden die, schriftlich erstmals umfassend formulierten, anti-autoritären und die Freiheit des Individuums betonenden Werke europäischer (vornehmlich schottischer und englischer) Moral-philosophen und Ökonomen. Darauf aufbauend bildeten sich Denkschulen und politische Philosophien in den Gesellschaften des, sich noch vor der industriellen Revolution befindlichen, europäischen Kontinents. Über die Zeit gerieten die freiheitlichen Postulate mehr und mehr in Vergessenheit und so ist es keine Überraschung, dass das 20. Jahrhundert von einem omnipräsenten und das friedliche gesellschaftliche Zusammenleben zerstörenden Etatismus gekennzeichnet ist.

Gegenwärtig erleben die freiheitlichen Ideen des 18. und 19. Jahrhunderts eine Renaissance - nicht zuletzt auch dank der Möglichkeit des freien Gedankenaustauschs über das Internet - und es bildeten sich über die letzten 40 Jahre weitere, die individuelle Freiheit in den Mittelpunkt rückende, philosophische Denkschulen.
Die in der untergeordneten Überschrift aufgeführten Vertreter der, mal zusammenfassend allgemein formulierten, "Philosophie der Freiheit" unterscheiden sich teilweise in der Fokussierung auf verschiedene Themenschwerpunkte und in der Strategie, verständigen sich aber auf das gemeinsame Ziel einer freien Gesellschaftsordnung und die selben Prinzipien der Gewaltlosigkeit bzw. der Nicht-Aggression.

Die zentrale Frage, um die es Freiheitsfreunden bezogen auf die Ordnung einer Gesellschaft geht, lautet: Werden Handlungen erzwungen oder geschehen sie freiwillig?

Dienstag, 18. Juni 2013

Bitcoin

Eine dezentrale, digitale Krypto-Währung revolutioniert den Geldmarkt

"Was E-Mail für Briefwechsel war, das ist Bitcoin für Geld", hört man viele überzeugte Bitcoin-Nutzer jubeln. Im Folgenden soll die Konzeption des freien Marktgeldes, dessen Netzwerk anfänglich ohne große Aufmerksamkeit im Jahr 2009 startete und seitdem stark zunehmende Akzeptanz erfährt, näher erläutert werden.
Bitcoin ist ein Open-Source-Softwareprojekt für die gleichnamige digitale Währung auf Peer-to-Peer (P2P) Basis, das 2008 in einem Whitepaper von Satoshi Nakamoto (nach derzeitigem Kenntnisstand ein Pseudonym einer Person oder Personen-gruppe) vorgeschlagen wurde. Mit dem Start des ersten Bitcoin-Clients (Software zur Teilnahme am Bitcoin-Netzwerk) am 03. Januar 2009 wurde das Projekt realisiert. Der Begriff Bitcoin bezeichnet also einerseits eine digitale Währungseinheit (Kürzel: BTC) und andererseits das weltweite Zahlungsnetzwerk, über das man diese Währung senden und empfangen kann.
Peer-to-Peer bedeutet in diesem Zusammenhang, dass es keine zentrale Institution gibt, die Währungseinheiten schöpft oder Transaktionen abwickelt und verfolgt, sondern dass diese Aufgaben dezentral durch die Teilnehmer des Netzwerks (bzw. durch dessen Rechenleistung) in Übereinstimmung verifiziert und ausgeführt werden.

Dienstag, 28. Mai 2013

Freiheitliche Alternativen zur gegenwärtigen Geld- und Gesellschaftsordnung


Im Folgenden werden Lösungsvorschläge für eine marktwirtschaftliche Geldordnung in Theorie und Praxis und darüber hinaus Erklärungen, sowie Bekräftigungen für eine freie Gesellschaftsordnung vorgestellt.
Zur Erinnerung sind noch einmal die fünf wesentlichen Katastrophen der gegenwärtigen Geldordnung, aus-gehend von einem maßlosen Etatismus, aufgeführt:



Donnerstag, 2. Mai 2013

Hilfsbedürftige in einer freien Gesellschaft

Die Frage nach der Hilfe und Unterstützung von Hilfsbedürftigen wird gegenüber Menschen, die Zwang und Gewalt und somit in ihrer Konsequenz auch den auf seinem Gewaltmonopol beruhenden Staat ablehnen, sehr häufig gestellt und mitunter als Argument gegen eine freie Gesellschaftsordnung angeführt.
Daher kann man annehmen, dass ein großes Interesse daran besteht, Menschen zu helfen, die Hilfe brauchen. Warum also dann Zwang?

Es wird immer Menschen geben, die aufgrund diverser Schicksalsschläge auf die Mithilfe und Unterstützung ihrer Mitmenschen angewiesen sind. Aus diesem Grund gilt es unter hilfsbereiten Individuen, denen das Wohlergehen benachteiligter Mitmenschen am Herzen liegt, geeignete Lösungen zu finden.

Fürsorgende Tätigkeiten, wie beispielsweise das Engagement im Falle von Krankheit bzw. der Pflegebedürftigkeit oder auch materielle Unterstützung können ausschließlich von leistungsfähigen Individuen ausgeführt und finanziert werden: Das geschieht

Mittwoch, 13. Juli 2011

Die Österreichische Schule der Ökonomie

Die Österreichische Schule der Nationalökonomie hat Ihre Anfänge im späten 19. Jahrhundert und ist eine sich fundamental unterscheidende, jedoch weniger beachtete wirtschaftswissenschaftliche Schule im Vergleich zu den heute etablierten Mainstream-Wirtschaftswissenschaften neoklassischer und keynesianischer Prägung.
Die Österreichische Schule betont die Würde und Pflichten des Individuums. Die Würde unabhängiger Personen, die kraft ihrer jeweiligen Fähigkeiten durch den Drang das eigene Leben zu bestreiten, Güter für Andere produzieren. Die Pflicht, dabei das Eigentum, die Fähigkeiten und die Würde aller anderen zu respektieren und nie darauf aus zu sein, sich mit Zwang zu Lasten dieser zu bereichern. Die Pflicht, sein Leben durch einen ehrlichen Handel, welcher auf freiwilligen Entscheidungen beruht, zu bestreiten.
"Durch Kunstgriffe der Bank- und Währungspolitik kann man nur vorübergehende Scheinbesserung erzielen, die dann zu umso schwererer Katastrophe führen muss. Denn der Schaden, der durch Anwendung solcher Mittel dem Volkswohlstand zugefügt wird, ist umso größer,  je länger es gelungen ist, die Scheinblüte durch Schaffung zusätzlicher Kredite vorzutäuschen."
- Ludwig von Mises (1881-1973), Ökonom und Vertreter der Österreichischen Schule

Sonntag, 10. Juli 2011

Freies Marktgeld: Das Free-Banking Konzept

Thorsten Polleit, Michael von Prollius, Frank Schäffler und Norbert F. Tofall zeigen im dem äußerst informativen Artikel "Überwindung der Krise durch gutes Geld", der am 05.06.2009 als Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschienen ist, die Ursachen des Beinahe-Kollapses des internationalen Finanzsystems auf und werben für einen Weg zu einem werthaltigen freien Marktgeld.

Dankenswerterweise beschränken sich die Autoren nicht nur auf die Kritik am staatlichen Geldmonopol, sondern zeigen mit dem Konzept des "Free-Banking" auch eine Alternative und deren mögliche Umsetzung auf.