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Dienstag, 18. Juni 2013

Bitcoin

Eine dezentrale, digitale Krypto-Währung revolutioniert den Geldmarkt

"Was E-Mail für Briefwechsel war, das ist Bitcoin für Geld", hört man viele überzeugte Bitcoin-Nutzer jubeln. Im Folgenden soll die Konzeption des freien Marktgeldes, dessen Netzwerk anfänglich ohne große Aufmerksamkeit im Jahr 2009 startete und seitdem stark zunehmende Akzeptanz erfährt, näher erläutert werden.
Bitcoin ist ein Open-Source-Softwareprojekt für die gleichnamige digitale Währung auf Peer-to-Peer (P2P) Basis, das 2008 in einem Whitepaper von Satoshi Nakamoto (nach derzeitigem Kenntnisstand ein Pseudonym einer Person oder Personen-gruppe) vorgeschlagen wurde. Mit dem Start des ersten Bitcoin-Clients (Software zur Teilnahme am Bitcoin-Netzwerk) am 03. Januar 2009 wurde das Projekt realisiert. Der Begriff Bitcoin bezeichnet also einerseits eine digitale Währungseinheit (Kürzel: BTC) und andererseits das weltweite Zahlungsnetzwerk, über das man diese Währung senden und empfangen kann.
Peer-to-Peer bedeutet in diesem Zusammenhang, dass es keine zentrale Institution gibt, die Währungseinheiten schöpft oder Transaktionen abwickelt und verfolgt, sondern dass diese Aufgaben dezentral durch die Teilnehmer des Netzwerks (bzw. durch dessen Rechenleistung) in Übereinstimmung verifiziert und ausgeführt werden.

Dienstag, 28. Mai 2013

Freiheitliche Alternativen zur gegenwärtigen Geld- und Gesellschaftsordnung


Im Folgenden werden Lösungsvorschläge für eine marktwirtschaftliche Geldordnung in Theorie und Praxis und darüber hinaus Erklärungen, sowie Bekräftigungen für eine freie Gesellschaftsordnung vorgestellt.
Zur Erinnerung sind noch einmal die fünf wesentlichen Katastrophen der gegenwärtigen Geldordnung, aus-gehend von einem maßlosen Etatismus, aufgeführt:



Freitag, 28. September 2012

Papiergeld, Goethe und "El Präsidente"

Rede des Bundesbank-Präsidenten Dr. Jens Weidmann

Bundesbank-Präsident
Dr. Jens Weidmann
Anlässlich des 18. Kolloquiums des Instituts für bankhistorische Forschung am 18.09.2012 in Frankfurt am Main mit dem Motto Papiergeld - Staatsfinanzierung - Inflation. Traf Goethe ein Kernproblem der Geldpolitik? erklärte der Bundesbank-Präsident Dr. Jens Weidmann in seiner Begrüßungsrede:
"Heutiges Geld ist durch keinerlei Sachwerte mehr gedeckt. Banknoten sind bedrucktes Papier - die Kenner unter Ihnen wissen, dass es sich im Fall des Euros eigentlich um Baumwolle handelt."
Es ist bemerkenswert, wenn ein Zentralbankrat und noch dazu der Vorsitzende selbst öffentlich auf einige gewichtige Probleme des ungedeckten Papiergeldes hinweist.
Die volkswirtschaftliche Praxis des ungedeckten Papiergeldes ist nicht nur unmoralisch, sondern - auf lange Sicht - höchst destruktiv. Es ist die Ursache aller vergangener Wirtschafts- und in dessen Folge auch Gesellschaftskrisen, da ungedecktes Papiergeld die systemimmanente andauernde Inflationierung der Geldmenge beflügelt und zwangsläufig zu Fehlinvestitionen und somit zur ökonomischen Blasenbildung (ver)führt.

Dienstag, 17. April 2012

Der deutsche Schuldenberg

© Wolfgang Kumm/dpa 2011
Die deutsche Bundesregierung hat im Jahr 2010 im Namen des Steuerzahlers pro Minute 152.587 € an neuen Schulden aufgenommen - somit beläuft sich die Nettoneuverschuldung für 2010 insgesamt auf 80,2 Milliarden € (Quelle).
Die gesamten Staatsschulden Deutschlands im Jahr 2010 in Höhe von 2,02 Billionen € (Quelle, S.110) machten anteilig knapp 29 Prozent der kumulierten Schuldenlast aller Mitgliedstaaten der Europäischen Union aus.

Heute beläuft sich Deutschlands Schuldenberg von Bund, Ländern und Kommunen (Stand 2011) auf 2,09 Billionen € (Quelle) und wächst derzeit (im Vergleich zu 2010 etwas schwächer) auf Basis der geplanten Nettoneuverschuldung für 2012 täglich um 88 Mio. €.

Somit ist jeder deutsche Bundesbürger - vom Baby bis zum Greis - statistisch und pro Kopf mit ca. 24.707 € (Quelle) an der Staatsverschuldung beteiligt. Im Jahre 1950 lag die Pro-Kopf-Staatsverschuldung noch bei 190 € (Quelle). Sie hat sich damit innerhalb der vergangenen 62 Jahre um mehr als das 130-fache erhöht.

In den aktuellen Zahlen nicht enthalten sind die eingegangenen (und mit größter Wahrscheinlichkeit voll zu leistenden) Verpflichtungen und garantierten Haftungen für den EFSF (211 Mrd. €), den ESM (190 Mrd. €), sowie die TARGET2-Salden (offene Forderungen im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr ggü. Staaten im Eurosystem) der Deutschen Bundesbank (aktuell: 615 Mrd. €).

Samstag, 7. April 2012

Hyper Hyper! - Hyperinflation!

231 Mio.% Preissteigerung in Simbabwe

© whatishappeninginsouthafrica.blogspot.com
Alle Zeichen stehen auf Wachstum! Wachstum der Geldmenge wohlgemerkt. Bis zuletzt sorgten die zusätzlichen Milliarden für alternativlose "Rettungs"pakete für einen weiteren gehörigen Schluck aus der Pulle.

Wichtig: Die bestehenden Schulden der Krisenländer (z.B. Griechenland) werden mit den in Anspruch genommenen "Rettungsgeldern" des "Rettungsschirms" eben NETTO nicht abgebaut. Die jeweils fälligen Altschulden werden lediglich durch neue Schulden getilgt. - Wie raffiniert!

Freitag, 23. März 2012

Der "fehlende Zins" und das Sparen

Oft wird unter Geldsystemkritikern auch "vom fehlenden Zins" gesprochen, weshalb es für einige Kreditnehmer im Gesamtsystem unmöglich sei, ihren Darlehensbetrag plus Zinsen zurückzuzahlen und somit der Zahlungsausfall von Schuldnern (und die Vernichtung von Geldvermögen) systembedingt und geradezu vorprogrammiert sei. Aus diesem Grund müsse der fehlende Zins durch wiederholte Neuverschuldung ausgeglichen werden, damit das System nicht in sich zusammenbricht. Welche Rolle spielen der fehlende Zins und das Sparen bei dem "Zwang zur Neuverschuldung"? Wir werden das im Folgenden für die gegenwärtige Fiat-Money-Geldordnung untersuchen.
Bei einem freien Marktgeld, welches Nettoguthaben wäre (also nicht per Kredit durch eine entsprechende Geldschuld in Umlauf käme) entsteht dieses "Problem" erst gar nicht.

Dienstag, 25. Oktober 2011

Zusammenfassung und Conclusio

Gastbeitrag von Tobias Tulinius und Florian Hauschild


Wie Banken Geld machen
Einblicke in ein Schneeballsystem

Im gesellschaftspolitischen Diskurs sind derzeit aus fast allen politischen Richtungen systemkritische Stimmen zu hören. „Konservative“ erkennen dass „Linke“ oft Recht hatten, es wird gemahnt und gewarnt, und dass der real existierende Kapitalismus [Anm.: Korporatismus(!), nicht Kapitalismus] nicht funktioniert, scheint mittlerweile eine Binsenweisheit geworden zu sein.
Dennoch tut die immer breitere Kritik dem derzeitigen EU-Krisenmanagement keinen Abbruch. Die europäische Elite über Merkel bis Sarkozy droht mit dem umstrittenen ESM-Vertragsentwurf das europäische Demokratie- und Transparenzdefizit nicht nur zu zementieren, sondern auch nationalstaatliche Handlungsspielräume weiter einzuschränken, so die Kritiker des so genannten Rettungsschirms (Vertragsentwurf als PDF).

Freitag, 22. Juli 2011

Warum ist Gold (wie) Geld?

"Gold ist Geld, alles andere ist Kredit" - Diese Aussage wird dem einstigen US-amerikanischen Bankier John Pierpont Morgan (1837-1913) nachgesagt.

Was ist es denn, was das Gold bereits seit Jahrtausenden und angeblich auch noch heute zu Geld macht, obwohl wir doch mit bunten Zetteln oder Plastikkärtchen zahlen?

Mittwoch, 13. Juli 2011

Die Österreichische Schule der Ökonomie

Die Österreichische Schule der Nationalökonomie hat Ihre Anfänge im späten 19. Jahrhundert und ist eine sich fundamental unterscheidende, jedoch weniger beachtete wirtschaftswissenschaftliche Schule im Vergleich zu den heute etablierten Mainstream-Wirtschaftswissenschaften neoklassischer und keynesianischer Prägung.
Die Österreichische Schule betont die Würde und Pflichten des Individuums. Die Würde unabhängiger Personen, die kraft ihrer jeweiligen Fähigkeiten durch den Drang das eigene Leben zu bestreiten, Güter für Andere produzieren. Die Pflicht, dabei das Eigentum, die Fähigkeiten und die Würde aller anderen zu respektieren und nie darauf aus zu sein, sich mit Zwang zu Lasten dieser zu bereichern. Die Pflicht, sein Leben durch einen ehrlichen Handel, welcher auf freiwilligen Entscheidungen beruht, zu bestreiten.
"Durch Kunstgriffe der Bank- und Währungspolitik kann man nur vorübergehende Scheinbesserung erzielen, die dann zu umso schwererer Katastrophe führen muss. Denn der Schaden, der durch Anwendung solcher Mittel dem Volkswohlstand zugefügt wird, ist umso größer,  je länger es gelungen ist, die Scheinblüte durch Schaffung zusätzlicher Kredite vorzutäuschen."
- Ludwig von Mises (1881-1973), Ökonom und Vertreter der Österreichischen Schule

Sonntag, 10. Juli 2011

Freies Marktgeld: Das Free-Banking Konzept

Thorsten Polleit, Michael von Prollius, Frank Schäffler und Norbert F. Tofall zeigen im dem äußerst informativen Artikel "Überwindung der Krise durch gutes Geld", der am 05.06.2009 als Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschienen ist, die Ursachen des Beinahe-Kollapses des internationalen Finanzsystems auf und werben für einen Weg zu einem werthaltigen freien Marktgeld.

Dankenswerterweise beschränken sich die Autoren nicht nur auf die Kritik am staatlichen Geldmonopol, sondern zeigen mit dem Konzept des "Free-Banking" auch eine Alternative und deren mögliche Umsetzung auf.

Mittwoch, 8. Juni 2011

Was ist Geld?

Geldguthaben und sonstige Vermögen sind bestimmt nicht das Wichtigste. Gesundheit, ein erfülltes und freudvolles Leben und das persönliche, geistige Wachstum sind sicherlich bedeutender. Dennoch ist ein solides Geldverständnis wichtig, da Geld heute in all seinen Funktionen in vielen Alltagshandlungen eine wesentliche Rolle spielt.

In ökonomischen Sinne ist Geld heutzutage etwas, das Geldfunktionen erfüllt. Daher sind grundsätzlich ganz verschiedene Dinge geeignet, als Geld zu fungieren, solange sie
  • als Tausch- bzw. Zahlungsmittel,
  • als Wertaufbewahrungsmittel und
  • als Recheneinheit bzw. Wertmaßstab
genutzt werden können.
In einigen Ländern wurden früher zum Beispiel Muscheln als Geld verwendet; gleiches gilt für Felle, Salze oder Perlen. Auch Nutzvieh konnte als Geld dienen - das lateinische Wort für Vieh lautet "pecus“, von dem sich "pecunia“ für Geld ableitet.
Über die längsten Phasen der Menschheitsgeschichte dienten also konkrete Gegenstände als Geld, wir sprechen daher von Warengeld. Insbesondere genossen und genießen edle und seltene Metalle - an erster Stelle Silber und Gold - wegen ihrer angenommenen Werthaltigkeit hohes Vertrauen.
(vgl. Rede des Bundesbankpräsidenten Dr. Jens Weidmann zur Geldgeschichte)

Mittwoch, 1. Juni 2011

Wird bei einem Börsencrash Geld verbrannt?

Gastbeitrag von Patrick Siebert


In den Medien sind ähnliche Aussagen immer wieder zu hören: "Durch den Aktiencrash wurde Geld vernichtet." Oder: "Bei einem Börsencrash wird Geld verbrannt."

Doch Aussagen wie diese sind entweder eine Lüge, sie beruhen auf Unwissenheit oder der Geldbegriff wird sehr weit gefasst.
Grundsätzlich kann man sagen, dass im Aktienhandel weder Geld geschaffen, noch vernichtet wird. Es wechselt nur seinen Eigentümer. Denn bei jedem Kaufakt steht ein Verkaufsakt auf der anderen Seite gegenüber. Geld gegen Aktien, Aktien gegen Geld. Da ist kein Feuer dazwischen, in dem Geld verbrennen könnte.
Obige Aussagen können jedoch unter gewissen Umständen wahr sein. Es kommt stark darauf an, wie man "Geld" definiert.

Mittwoch, 18. Mai 2011

Bundesbank beschreibt Geldschöpfung aus dem Nichts

Die Diskussionen und Meinungen zur Geldschöpfung "aus dem Nichts" sind brisant und vielfältig. Es ist ein heiß-diskutiertes Thema.
Die Deutsche Bundesbank beschreibt das angebliche Märchen einer Geldschöpfung aus dem Nichts in ihrer Publikation "Geld und Geldpolitik". In der aktuellen Fassung der Bundesbank-Broschüre wird zu Beginn auf Seite 67 anschaulich die Schöpfung von Zentralbankgeld, also Bargeld geschildert. Auf Seite 68 wird der Unterschied zum Giralgeld formuliert und anschließend folgende Auskunft zur Giralgeldschöpfung gegeben:
"In der Regel gewährt die Geschäftsbank einem Kunden einen Kredit und schreibt ihm den entsprechenden Betrag auf dessen Girokonto gut. Wird dem Kunden ein Kredit über 1.000 Euro gewährt (z.B. Laufzeit 5 Jahre, 5 %), erhöht sich die Sichteinlage des Kunden auf seinem Girokonto um 1.000 Euro. Es ist Giralgeld entstanden bzw. wurden 1.000 Euro Giralgeld geschöpft. [...] Die Giralgeldschöpfung ist also ein Buchungsvorgang."

Freitag, 13. Mai 2011

Geldwesen in der Antike

Dynamik des Geldes

„Die Bedeutung des Geldes liegt darin“, meint Georg Simmel 1907 in seiner Philosophie des Geldes, „dass es fortgegeben wird; sobald es ruht, ist es nicht mehr Geld seinem spezifischen Wert und Bedeutung nach.“ Geld wandert von Einem zum Andern, versetzt Dinge und Menschen in Bewegung, es entfaltet eine Dynamik, die in metaphorischen Bildern vom Geld als Blutkreislauf und  Nerv der Welt zum Ausdruck kommt.
Aureus, Rom, Augustus
Aureus, Rom, Augustus
(27 v. Chr. bis 14 n. Chr.)

Montag, 9. Mai 2011

Weshalb Gold kein Bullenmarkt ist

Gastartikel von pitur

Von Jürgen Fröhlich, Redaktion von Goldreporter.de wurde ich heute unter Bezugnahme auf Julian Philips von GoldForcaster.com auf einen wichtigen Gedanken hingewiesen: "Alles was rauf geht, muss auch wieder runter kommen".
Dieser Leitsatz beschreibt das Auf und Ab an der Börse. Baisse und Hausse, Boom und Crash. Die große Mehrheit der Finanzexperten geht sicher davon aus, dass das für den Goldmarkt ebenfalls gelten muss. Es gibt jedoch gute Argumente, die dagegen sprechen.

Freitag, 8. April 2011

Inflation vs. Deflation (Teil III)

(Hier geht's zu Teil I)
(Hier geht's zu Teil II)


Die drei Affen -
nichts hören, nichts sagen, nichts sehen
Wie genau und auf welchem Weg kann nun eine (stärker als die Wirtschaft) wachsende Geldmenge für steigende Preise an der Ladentheke sorgen?

Beispielsweise über den Weg der "Asset Price Inflation" oder auf deutsch: Vermögenspreisinflation.
Damit meint man den (derzeit rasanten) Anstieg der Preise für Finanzgüter. Das sind unter anderem Aktien, Rentenpapiere (z.B. Anleihen), Immobilien und Rohstoffe. Preissteigerungen der genannten assets werden in der offiziellen Preissteigerungsrate (wird fälschlicher weise als Inflationsrate bezeichnet) nicht erfasst, da diese ausschließlich Konsumgüter in ihrer Statistik berücksichtigt.

Donnerstag, 31. März 2011

Wert und Preis

Was genau ist eigentlich ein Wert und was unterscheidet ihn vom Preis? Generell bin ich der Auffassung, dass der Wert einer Sache im herkömmlichen Sinne eine subjektive, persönliche Einschätzung ist. Der Eine misst einem Schal einen höheren Wert bei, als ein Anderer. So gibt es Redensarten, wie z.B. "Das ist es mir wert." Ein klarer Ausdruck von subjektiver Wahrnehmung und Wertschätzung. Der Preis ist bereits eine objektivere Größe, da sich mindestens zwei menschliche Individuen auf ihn geeinigt haben. In einer freien Marktwirtschaft (mit wirklich freien Märkten, nicht wie bei uns) ist der Preis Ausdruck von Angebot und Nachfrage.
Ich Folgenden möchte ich Wert aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Ich möchte versuchen den inhärenten (innewohnenden) Wert einer Sache/Ware anhand verbrauchter Arbeitszeit zu bestimmen und diesen vom Preis abzugrenzen.

Freitag, 25. März 2011

Inflation vs. Deflation (Teil II)


Colonel Ben Shalom Bernanke  ;-)

Wie es gemeinhin zu Inflation kommen kann verrät schon der Wortursprung inflare
(von lat.: „das Sich-Aufblasen; das Auf-schwellen“): durch die Erhöhung der Geld-menge. Steigt in einem bestimmten Zeitraum die Geldmenge einer Volks-wirtschaft stärker als das Wirtschafts-wachstum der selben, dann sprechen wir von Inflation. Die Formel lautet:

               Veränderung der Geldmenge in % - Zu-/Abnahme BIP in % = Inflationsrate

Eine auf diesem Wege hergeleitete Inflationsrate von 10 % bedeutet, dass das bestehende Geld (welches bereits nicht werthaltig ist, siehe Aller Anfang ist gar nicht so schwer) um 10 % entwertet wird. Ein besonders anschauliches Beispiel liefert das Jahr 2007:

Mittwoch, 23. März 2011

Erster US-Bundesstaat erklärt Gold und Silber zum offiziellen Zahlungsmittel

Im Parlament des US-Bundesstaats Utah wurde ein Gesetz verabschiedet, das Gold und Silber zum offiziellen Zahlungsmittel erklärt. Neben Utah sollen 13 weitere Bundesstaaten ähnliche Gesetze planen.

Der republikanische Abgeordnete Brad Galvez wird in der FTD wie folgt zitiert: "Es ist eine Vorsichtsmaßnahme, die uns erlaubt, unsere Wirtschaft aufrechtzuerhalten, während der Wert des Dollars weiter sinkt".

Rechtskräftig wird das Gesetz erst nach Unterzeichnung des Senats und des Gouverneurs. Festzuhalten bleibt, dass "die Kaufkraft von Münzen nicht nach ihrem Nennwert, sondern nach ihrem tatsächlichen Materialwert berechnet werden soll". Zur konkreten Ausgestaltung des Gesetzes lässt sich noch nichts Näheres finden. Wir dürfen gespannt sein.


Quelle: Spiegel-Online

Dienstag, 22. März 2011

Inflation vs. Deflation (Teil I)

Vor einigen Monaten war dies noch die Frage der Fragen. Mittlerweile beobachten wir "alternativlose" und systemstützende, d.h. höchst inflationäre Maßnahmen extremen Ausmaßes. Man muss kein Prophet sein, um sich auszumalen, wo die systembedingte Inflation der Geldmenge enden wird.

Was ist eigentlich Inflation? So genau wird einem das mit der Inflation in der Schule, in der Tageszeitung oder im Fernsehprogramm ja nicht erklärt. Es ist auf jeden Fall immer ein ominöser Warenkorb mit von der Partie, mitdessen Hilfe eine Preissteigerungsrate (fälschlicherweise oft auch Inflationsrate genannt) ermittelt wird.